Alternative Lieder - was ist das eigentlich?

Marburg, Mitte der neunziger Jahre. Alle Semester wieder machte sich ein Häuflein unerschrockener Physik- und Mathematik-Studenten (Weiblein waren auch dabei) auf, die Tagungshäuser der Umgegend mit Angst und Schrecken zu überziehen. An diesen Wochenenden ging es hoch her. Man veranstaltete unter anderem wilde Koch-Orgien, trank das ein oder andere Weinchen und hatte in froher Runde endlich mal die Gelegenheit zu singen, ohne dass man sich gleich deswegen genieren musste. Als Orientierungshilfe dienten dabei neben Gitarrengeschrammel die Liederbücher mit den roten Luftballons drauf (also Liederbuch, -baum, -kiste, -karren usw). Das war soweit recht nett, bloß wurde es irgendwann langweilig, immer nur dasselbe zu singen, zumal sich viele dieser Lieder leider auch viel zu ernst nahmen.

Wie es nun der Zufall wollte, kam eines Abends im Sommer 1995 ein Freund bei uns daheim vorbei und brachte das erste alternative Lied mit. Wenig später übertrug ich aus einer Laune heraus einen weiteren Text ins Deutsche (ich glaub es war dieser hier), und beim nächsten Tagungshausaufenthalt gingen diese Lieder nahtlos ins allgemeine Repertoire über - sozusagen als Alternative zu den Liedern in den Büchern mit den Luftballons. Wie das immer so ist mit guten Ideen, blieb es nicht bei diesen beiden Liedern, sondern wir produzierten mit einer Kerngruppe von vier Leuten während der Jahre 1995 und 1996 einen doch recht umfangreichen Fundus an Alternativen Liedern.

Damit nicht genug: Einmal auf den Geschmack gekommen, fanden wir, dass zu viele gute Lieder in den gängigen Liederbüchern nicht ausreichend gewürdigt werden und erklärten diese daher kurzerhand zu Alternativen Liedern ehrenhalber. Gemeint sind hier die Lieder von Monty Python, Badesalz, Frank Zappa, Helge Schneider usw.

Natürlich ist die Idee, ein englisches Lied mit einem deutschen Text zu übersehen, weiß Gott nicht neu. Jeder macht es. Helge macht es (angeblich) sogar aus dem Stegreif. Klaus Beyer macht es und meint es ernst. Viele deutsche Schlagersänger machen es und meinen es auch ernst. Jeder, der schon mal das zweifelhafte Vergnügen hatte, eine Hitparade im ZDF anzuschauen, weiß, wovon ich rede.

Warum haben wir es dann trotzdem gemacht?

Ganz einfach: Weil's Mordsspaß gemacht hat und immer noch macht!

Dazu kam, dass die Resonanz auf den erwähnten Wochenenden durchweg positiv war, alle waren froh, dass es endlich mal was Neues zu singen gab. Das ermutigte mich, die Alternativen Lieder im Rahmen dreier Marburger Abende (freie Bühne, freier Eintritt im Marburger KFZ) im Jahre 1996 einem etwas breiteren Publikum zugänglich zu machen, und auch hier waren die Leute begeistert.

Und heute? Lange Zeit lagen die Alternativen Lieder brach, weil man sich nach einem Studium in Marburg naturgemäß in alle Himmelsrichtungen zerstreut, so dass auf einmal kein Forum mehr da war. Allerdings schrieb das KFZ Ende 2006 einen Wettbewerb aus, bei dem einer meiner Freunde (und zwar eben jener, der mit der Hommage an unsere Küchenstühle die ganze Sache seinerzeit ins Rollen gebracht hatte) die Mitschnitte der Auftritte beim Marburger Abend einreichte. Das Ergebnis kann man hier nachlesen. der Preis war in diesem Fall übrigens der Besuch der Sendung "hr3 Rebell", so dass die Alternativen Lieder nun auch ins Radio gelangt sind!

Das lässt hoffen, dass sich auch in Zukunft wieder Leute finden, die an den Alternativen Liedern Spaß haben. Es ist geplant, die Alternativen Lieder in den nächsten Monaten nochmal wieder öffentlich zu Gehör zu bringen, wann und wo werde ich an dieser Stelle rechtzeitig bekanntgeben!


Aber jetzt genug der Vorrede, ein Lied sagt mehr als 1000 Worte!

Zu den Liedern

Für Beschwerden (ignoriere ich), Begeisterungsausbrüche (find ich klasse) und neugierige Fragen (versuche ich so gut wie geht zu beantworten) schick Dein elektronisches Mehl bitte an alternativelieder@gmx.de.


Und weils leider nötig ist:

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